PARASAIL goes OPTIMA 92!
Es spricht sich herum: Es soll einen neuen entwickelten Spi geben, mit Löchern drin und einem "Spoiler", welcher aber ein Flügel ist. Die Meinungen und Gerüchte um dieses Tuch sind so vielfältig, wie das "Wissen" um Farben und Epoxies: alles nichts genaues weiß man genau, und so fragte ich nach, ob ich so einen Spi mal ausprobieren könnte.
Gesagt - getan, und die Beratung erfolgte bei der Düsseldorfer Messe 2011 und Einweisung des PARASAILs erfolgte vor Ort! Dieses ist ein Teil der Firmenphilosophie, welche nicht nur einen technischen Support darstellt, nebst Beratung für das entsprechende Boot, sondern auch die korrekte Benutzung des PARASAILs. Das gefällt mir, entspricht es doch auch meiner Philosophie nicht nur im alltäglichem Leben sondern auch in meinem Beruf. Es sei hier nur der Form erwähnt: Das Handlung entspricht wie einem normalem Spi! Der Clou ist allerdings darin zu sehen, dass man den PARASAIL auch OHNE Spi-Baum fahren kann, was dass Ganze dann noch einfacher macht für eine zeiköpfige Crew!
Unser PARASAIL sah so aus:
Pfiffig ist auch die Verpackung des ganzen Segels: Man bekommt einen Medizinball großen Sack in die Hand gedrückt (Bild folgt noch), den man mit Hilfe von Zulaschen ersteinmal vergrößern kann. Das Ding ist also auch kompakt in den Aussenabmaßen und läßt sich somit auch schnell und platzsparend verstauen. Ein Faktor, den man nicht ganz vernachlässigen sollte...
Wir haben den Spi erstmal MIT Spi-Baum gefahren, weil wir drehende Winde erwarteten und vor allem sollte der Wind zunehmen und "spitzer" kommen.
Torsten und ich hatten nun die Möglichkeit, dass gute Tuch bei einer direkten Überführung vom Heimathafen nach Trönse ausgiebig zu testen. Das sind etwa 84 nm auf direktem Wege. Morgens um sechs war der Wind aber nicht vorhanden...und so konnten wir den Spi erst SW von Fehmarn bis Ansteuertonne MARSTAL testen.
Also Spi-Baum angeschlagen und die Spi-Schoten an den Schothörnern angeschlagen- alles Routine bis hierhin. Dann das Spifall am Kopf befestigt und beiden Enden der Endlosleine festgehalten, Torsten zieht betätigt das Spifall...der Schlach hängt. Bis hier hin alles easy. Dann auf "drei" den Schlach mittels Endlosleine nach oben gezogen, ein bißchen an den Spischoten gezuppelt und das Ding steht!
...erstmal alle Löcher im PARASAIL durchgezählt und bestaunt....Super- alles passt!
In der Tat braucht der Spi ein wenig Wind, also mehr als 10 kn Wind, damit er, wenn man platt vor dem Laken
fährt, stabil genug steht. Dieses gilt jedoch nur für einen Einfallswinkel von ca 150° Grad und mehr.
Auf den anderen Kursen fährt sich auch bei geringeren Winden der PARASAIL hervorragend.
Und wenn alles funktioniert und man entspannt dahingleitet, dann sieht das so aus:
![]()
Seine Stärke liegt aber bei stärkeren Wind, oberhalb von 17 kn Wind. Es ist eine Wonne gewesen, dann diesen Spi zu
fahren: Winddrücker wurden seicht abgefedert und man hatte noch Zeit genug, am Ruder "nachzudenken", will sagen,
der Parasail stresst einen nicht! Im Gegenteil: beim leichten Anlufen, um auf die nächste Welle zu fahren um sie abzusurfen,
reagiert das Boot jederzeit kontrollierbar und nicht wie bei einem normalen Spi, welcher gleich dazu neigt, in die Sonne
schießen zu wollen!
Und obwohl der Parasail 5m2 kleiner ist als der Meinige "normale" Spi, hatten wir keine Speedeinbußen!
...und das Schönste kommt zum Schluß: Die Tüte wieder bei 24 kn einzuholen. Ich war sehr gespannt darauf, ob das Ding wirklich
so einfach runterzuholen ist, wie mir die Firma ISTEC beschrieben hat...es ist so einfach! Flutscht wie ein Zäpfchen, keine hohen Kräfte von Nöten: Daran gezogen, runtergeholt, eingepackt und weggestaut! Keine 3 min und wir konnte in das Marstalfahrwasser
reinfahren.
Alles in Allem: Eine super geniale Erfindung, wirklich ausgelegt, für zwei Köpfe das Leben "unter dem Spi" entspannt und sicher zu gestalten!
Ich spreche meine Empfehlung für diesen Spi aus! Wenn Ihr noch Fragen habt, funkt mich doch bitte an!
Besten Gruß
Axel
Hier die Gallery der Eindrücke mit dem PARASAIL:






